Städte

Städte der Dominikanischen Republik

Im Süden des Inselstaates liegt Santo Domingo de Guzmán, die Landeshauptstadt. Sie zählt knapp drei Millionen Einwohner, in der Metropolregion leben über 3,8 Millionen Menschen. Neben Havanna gehört  Santo Domingo, zu den größten Städten der Westindischen Inseln in der Karibik. Die 1498 gegründete Metropole liegt an der Mündung des Rio Ozama und besitzt den bedeutendsten Hafen der Republik. Nicht weit entfernt vom Stadtzentrum liegt der internationale Flughafen Aeropuerto Las Américas (SDQ) in Punta Caucedo. Er ist einer der größten in der Karibik, sein Passagieraufkommen wird inzwischen aber von dem privat betriebenen Flughafen Punta Cana übertroffen. Seit Anfang 2009 verkehrt in der Hauptstadt die Linie 1 der Metro Santo Domingo, die 16 Stationen anfährt und 14,5 km lang ist. Seit dem Jahr 1990 gehört die historische Altstadt (Ciudad Colonial) von Santo Domingo am Westufer des Rio Ozama zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Ebenfalls an der Südküste der Dominikanischen Republik, ca. 80 km östlich von Santo Domingo, liegt San Pedro de Macorís, mit ca. 194.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes. Die Industriestadt bietet nicht viele touristische Sehenswürdigkeiten. Ihr Zielflughafen ist der International Airport der benachbarten Stadt La Romana, die mehr als 191.000 Einwohner zählt und gegenüber der Insel Catalina liegt. Beide Städte gelten als Zentren der Zuckerindustrie. In der Nähe von La Romana besitzen zahlreiche prominente Villen in der privaten Siedlung Casa de Campo, zu der auch das Künstlerdorf Altos de Chavón gehört.

Städte im Norden und Landesinneren der Dominikanischen Republik

Zu den größten Städten im Landesinneren des Inselstaates zählen Santiago de los Caballeros im Norden mit über 550.000 Einwohnern, San Francisco de Macorís im Nordosten mit rund 122.000 Einwohnern, Higüey im östlichen Landesinneren mit rund 150.000 Einwohnern und La Vega mit über 98.000 Einwohnern. Santiago de los Caballeros ist die zweitgrößte Stadt der Republik und hat als Zentrum der Tabakindustrie eine große wirtschaftliche Bedeutung. Hier befinden sich auch mehrere Universitäten und Hochschulen. Der internationale Flughafen Cibao (STI) verfügt noch nicht über Direktverbindungen nach Europa. Higüey ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte in der Karibik. Der Name der 1494 gegründeten Stadt bedeutet so viel wie „Wo die Sonne aufgeht“. Haupteinnahmequellen der Stadt sind die Landwirtschaft und der Tourismus. Das Ziel vieler Gläubiger ist die Kathedrale Nuestra Señora de la Altagracia.

An der Nordküste der Dominikanischen Republik liegt Puerto Plata. Der Name bedeutet „Silberhafen“ und geht auf die Zeiten von Christoph Kolumbus zurück. Puerto Plata ist eine wichtige Hafenstadt und liegt in einer hügeligen Region, in deren Osten Zuckerrohr für die Rumfabrikation angebaut wird. Östlich der Stadt befinden sich die Tourismuszentren Playa Dorada und Costa Dorada – Puerto Plata hat etwa 130.000 Einwohner und bietet mehr als 10.000 Hotelbetten. Die Stadt besitzt die einzige Seilbahn der Karibik. Sie führt hinauf auf den 793 Meter hohen Hausberg, den Pico Isabel de Torres. Die in der Nähe des Hafens gelegene Festung Fortaleza San Felipe wurde im 16. Jahrhundert erbaut und beherbergt heute ein Museum. Auch ein Bernsteinmuseum kann in Puerto Plata besichtigt werden. An der Straße zum 15 km entfernten Flughafen liegt eine der bekannten Rumfabriken des Landes.