Sitten und Bräuche in der Dominikanischen Republik
Damit man sich in der Dominikanischen Republik mobil fühlt, sollte man sich im Vorwege einen Leihwagen oder ein Motorrad (Enduro) mieten. Bahnverbindungen von Stadt zu Stadt existieren nicht für die Personenbeförderung. Das im Allgemeinen sehr gut ausgebaute Straßennetz wird im Rechtsverkehr befahren. In Großstädten wie Santo Domingo und Santiago ist es recht preiswert, sich per Sammeltaxi (carrito oder publico) fortzubewegen. Fast überall sind Kleinbusse (guagua) im Einsatz, die sehr wenig kosten, aber häufig unbequem und überladen sind. Reguläre Taxis kosten vergleichsweise viel. Kürzere Strecken können zum kleinen Preis auch mit dem Motorradtaxi (motoconcho), zurückgelegt werden. Überlandbusse, die z. B. die Strecke Puerto Plata – Santiago – Santo Domingo und zurück mehrmals täglich fahren, unterstehen Privatfirmen und sind erschwinglich. Es empfiehlt sich, bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel stets kleine Scheine von 10 oder 20 RD$ dabei zu haben, denn Fahrer (conductor) und Kassierer (cobrador) sehen sich in der Regel außerstande zu wechseln.
Preise und Shopping in der Dominikanischen Republik
Der Wechselkurs für den Dominikanischen Peso (RD$) liegt bei etwa 1 EUR = 46 RD$ (07/11). In Touristenzentren zahlt man auch mit US-Dollar, Schweizer Franken oder Euro. Das Preisniveau ist im Allgemeinen
- gering für Dienst- und Arbeitsleistungen
- sehr gering für im Inselstaat wachsende Früchte und Gemüse
- höher als in Deutschland für importierte Lebensmittel wie Schokolade, Cornflakes, Wein
- ca. 40% billiger als in Deutschland ist Benzin und Diesel
Die Kraftstoffpreise sind landesweit einheitlich, ansonsten sind die Preise oft Verhandlungssache. In vielen Geschäften gibt es beispielsweise keine Preisauszeichnungen. Das bedeutet, Dominikaner kaufen dort oft zu geringeren Preisen als Ausländer ein. In manchen Läden existieren in den Computerkassen drei Preise, sodass der Verkäufer wählen kann, zu welchem Preis er verkaufen möchte. Das farbige Armband (plástico), das viele Pauschalurlauber tragen, macht sie als All-inclusive-Touristen kenntlich – und gelegentlich zum Opfer einer recht freien Preisgestaltung. Auch wird bisweilen versucht, minderwertige Waren an den Mann zu bringen. Besonders Raubkopien von CDs werden vielfach angeboten – sie heißen hier „version económica“. Wer Lust hat, die „echte“ Dominikanische Republik kennenzulernen, fährt zum Einkaufen in die Stadt Moca, nicht weit entfernt von der Nordküste gelegen. Neben einer sehr schönen Wegstrecke findet man in der hübschen Stadt viele Möglichkeiten zum Shoppen zu landesüblichen Preisen.
Verständigung in der Dominikanischen Republik
Die Landessprache ist Spanisch, aber es wird anders gesprochen als das aus Spanien bekannte Castellano. Das lateinamerikanische und das dominikanische Spanisch unterscheiden sich in einigen Verbformen, an die man sich rasch gewöhnt, wenn einem die Sprache nicht gänzlich fremd ist. „Bomba“ gehört eindeutig zu den Lieblingswörtern der Dominikaner und bezeichnet sowohl Bombe, Tankstelle, Tank als auch Gasflasche (una bomba de gas), Luftpumpe, hübsches Mädchen (una chica bomba) und so viel wie „toll!“ Ob man gut Spanisch spricht oder nur ein wenig – man wird mehr von seinem Aufenthalt haben, als wenn man kein Wort herausbringt. Wer also Land und Leute wirklich kennenlernen möchte, sollte sich zumindest die Begrüßungs- und Höflichkeitsfloskeln aneignen, das erleichtert den Kontakt zu den Einheimischen ungemein.