Sehenswürdigkeiten in der Dominikanischen Republik
Die Relikte aus der Kolonialzeit prägen Santo Domingo de Guzmann, die mit rund 3.000.000 Einwohnern, die Metropole der Dominikanischen Republik ist. Sie wurde 1498 von Bartolomeo Kolumbus, dem Bruder des berühmten Entdeckers Christoph Kolumbus, gegründet. Damals trug die älteste von Europäern errichtete Stadt der neuen Welt den Namen La Nueva Isabela. Während der Ära der Trujillo-Diktatur von 1936 bis 1961 hieß die Stadt Ciudad Trujillo. 1990 wurde die historische Altstadt von Santo Domingo am westlichen Ufer des Rio Ozama zum Weltkulturerbe erklärt. Eines der kulturhistorisch bedeutenden Gebäude ist das Museo de las Casas Reales. Es beherbergte ursprünglich die königliche Audienz sowie den Palast des Gouverneurs. Nun ist hier ein Museum untergebracht, das sich mit der Geschichte des Landes zwischen 1492 und 1821 befasst. In dieser Zeit waren die Spanier die Kolonialherren auf der Insel Hispaniola, die sich heute in die Staaten Haiti im Westen und die Dominikanische Republik im Osten teilt. Sehenswert ist auch die älteste Kathedrale Amerikas: Die Kathedrale Basilica Menor de la Virgen de La Anunciación wurde 1540 eingeweiht und barg bis zum Jahr 1992 die Gebeine von Kolumbus. Zu den meistbesuchten Denkmälern der Dominikanischen Republik gehört der Monumentalbau Faro a Colón, der wie ein Kreuz gestaltet wurde und nachts von vertikalen Lichtsäulen als meilenweit sichtbares Kreuz an den Himmel projiziert wird.
Altos de Chavón – Kulturzentrum im Osten der Dominikanischen Republik
Das im Jahr 1976 erbaute Künstlerdorf Altos de Chavón ist ein Anziehungspunkt für viele Touristen, die in die Dominikanische Republik kommen. Es ist die Nachbildung eines Ortes in der Toskana von vor 500 Jahren. Das halbrunde Amphitheater fasst 5.000 Zuschauer und wurde im griechischen Stil errichtet. 1982 weihten Frank Sinatra und Carlos Santana das Theater ein, das seitdem für Konzerte, Festivals und andere Open-Air-Events genutzt wird. In Altos de Chavón finden Touristen viele Möglichkeiten, Restaurants und Geschäfte zu besuchen, sowie Galerien und Ateliers von Künstlern, die auch vor Ort ausstellen. Das Dorf beherbergt ein Archäologisches Museum. Bekannt ist Altos de Chavón außerdem durch seine Designerschule, die der bekannte Modeschöpfer Oscar de la Renta ins Leben rief, und an der neben Modedesign auch Grafikdesign, Innenraumdesign und Kunst unterrichtet werden. Dort gibt es auch ein Programm für Künstler, die sich drei Monate in Altos de Chavón niederlassen und ihre Erfahrungen austausche.
Die Nationalparks der Dominikanischen Republik
Naturfreunde unter den Besuchern der Dominikanischen Republik, die mehr kennenlernen wollen als die Küstenregionen, werden in den zahlreichen Nationalparks auf ihre Kosten kommen. Einer davon ist der Parque Nacional Monte Cristi, er liegt im äußersten Nordwesten und umfasst die Inseln „Siete Hermanos“ in der Bucht von Monte Cristi. Dort finden sich Vogelkolonien, Mangrovenwälder und Seekühe. Inmitten des zentralen Gebirges der Dominikanischen Republik, der Cordillera Central, erleben Besucher des Parque Nacional Armando Bermúdez die höchsten Erhebungen der Karibik, darunter die über 3.000 Meter hohen Berge Pico Duarte, La Pelona und Loma La Rucilla sowie Temperaturen, die in den Wintermonaten deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen können. Sehenswert ist ebenfalls der Parque Nacional Del Este im Südosten zwischen La Romana und der Mündung des Rio Yuna mit der Isla Saona.